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Dortmund zeichnen: Innenstadt (innerhalb des Walls)

Hier sind die Anregungen für Zeichen-Motive innerhalb des Walls.

Übersicht:

Vollständige Beiträge:

Anne Pieper - Dortmunder Kirchtürme Dortmunder Kirchtürme

Zeichnung: Anne Pieper

Dortmunder Kirchtürme (Hier zum PDF-Download)
Das Stadtbild Dortmunds wird seit dem Mittelalter von den vier Stadtkirchen entlang des Hellwegs geprägt. Im zweiten Weltkrieg wurden alle vier Innenstadt-Kirchen fast vollständig zerstört, später jedoch wiederaufgebaut. Viele alte Kunstschätze, die heute noch in den Kirchen zu sehen sind, blieben erhalten, da sie während des Kriegs vorausschauend ausgelagert wurden.

1. Petrikirche
Westenhellweg, Nähe Hbf
Im Inneren kann das “Goldene Wunder”, ein Flügelaltar von 1521, bewundert werden. Der Altar wird im Laufe des Jahres mehrfach gewendet, sodass entweder die geschlossene Ansicht, die Gemäldeseite oder die vergoldete Schnitzfigurseite sichtbar ist. Eine neue Orgel erhielt die Kirche 2015. Neben der Kirche erzählt der Brunnen Märchen vor sich hin.

2. Propsteikirche
Schwarze Brüder-Str. 7
1331 begann der Bau der heute einzigen katholischen Kirche innerhalb des Walls als Teil eines neugegründeten Dominikanerklosters. Interessant sind neben dem mittelalterlichen Altarbild (die älteste Abbildung Dortmunds ist hier im Hintergrund bei aufgeklappter Tafel zu sehen) auch die modernen Kirchenfenster von Joachim Klos. Die von ihm gestaltete Glasrosette oberhalb der Orgel zeigt einen stilisierten Stadtplan von Dortmund.

3. Reinoldikirche
Ostenhellweg 2
Benannt nach dem Stadtpatron Dortmunds, St. Reinoldus, war die Reinoldikirche lange die wichtigste Stadtkirche Dortmunds. Im Mittelalter mit 112 m Turmhöhe als “Wunder Westfalens” bezeichnet, ist die Kirche auch heute noch mit 104 m Turmhöhe einer der höchsten Bauten der Stadt – wird jedoch seit 1981 von dem Petrikirchturm um 1 m überragt. Im Inneren stehen Figuren des Heiligen Reinoldi und Karls des Großen, der als Stadtbegründer Dortmunds gilt.

4. Marienkirche
Gegenüber Reinoldikirche
Um 1170 errichtet, ist sie wohl die älteste der mittelalterlichen Innenstadt-Kirchen und hatte ursprünglich zwei Türme. Sie wird, im Schatten der Reinoldikirche stehend, häufig übersehen. Sehenswert ist im Inneren der Marienaltar des Conrad von Soest von ca. 1420 sowie der Berswordt-Altar.

Anfahrt
Alles von Hbf und MKK fußläufig zu erreichen.

Start
Petrikirche
Haltestelle Hbf bzw. Haltestelle Kampstraße
U41, U45, U47, U49 bzw. U41, U43, U44, U45, U47, U49

Ende
Marienkirche
Haltestelle Reinoldikirche
U42, U43, U44, U46

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 10 Minuten


MKK Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK)

Zeichnungen: [1] Astrid Hänig-Fischer, [2] Guido Wessel, [3] Eike Wacker, [4] Martin Theil, [5] Anna Wirges, [6] Monika Wirges

Das MKK (Hier zum PDF-Download)
Das MKK ist seit 2016 Woche für Woche der Treffpunkt der Urban Sketchers Dortmund und dient z.B. bei schlechtem Wetter ebenfalls als Zeichenort. Fünf Lieblingsstücke der Dortmunder Zeichner verdeutlichen hier die Bandbreite des Museums (auch wenn das Zeichnen einzelner Objekte genau genommen nicht als Urban Sketching gilt). Das MKK zeigt sehr vielfältige Ausstellungsstücke von der Antike bis zum modernen Design. Das Museum, das 1883 gegründet wurde (Anstoß war der Fund eines Münzschatzes aus dem 15. Jahrhundert), ist übrigens das älteste seiner Art im Ruhrgebiet.

1. Alte Stadtsparkasse (MKK)
Hansastr. 3
Ursprünglich als Sparkassengebäude gebaut, ist in dem imposanten Art-Déco-Bau von 1924 heute das MKK untergebracht. Die Sprüche und Figuren an der Außenfassade erinnern an die Inflationszeit nach dem ersten Weltkrieg. Das Innere des Gebäudes, insbesondere die Rotunde, die früher als Kassenhalle und heute für Veranstaltungen genutzt wird, gibt ebenfalls ein schönes und herausforderndes Zeichenmotiv ab.

2. Vanitas-Stillleben
1. Etage – Höfische und bürgerliche Kultur vom 16.-18. Jahrhundert
Im Original ein Gemälde:
Öl, Tempera auf Eichenholz, um 1600

3. Westfälische Bauernhochzeit
2. Etage – Vom Sonn- und Alltag – Aspekte des ländlichen Lebens
Im Original Öl auf Leinwand, von Franz Kels (1828-1893)

4. Tänzerin (Ruth St. Denis)
3. Etage – Design und Kunsthandwerk im 20. Jahrhundert
Im Original eine Figur aus Zeiten des Jugendstils. Entwurf von Albert Dominique Rosé, 1911

5. Le Marteleur, Der Giesser
3. Etage – Galerie des 19. Jahrhunderts II
Im Original eine Bronze-Plastik von Constantin Meunier, 1890

6. Distomat DI 10 mit Theodolit T 2
4. Etage – Vermessungsgeschichte
Im Originial ein Streckenmessgerät der Wild Heerbrugg AG, um 1970

Anfahrt
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Eintritt frei (Dauerausstellung)
Hansastr. 3

Haltestelle Hbf
U41, U45, U47, U49
oder
Haltestelle Kampstraße
U41, U43, U44, U45, U47, U49

Weitere Informationen
Treffen der Urban Sketchers Dortmund: jeden Donnerstag um 18 Uhr in der Artus Galerie und Shop im MKK.
Jeder darf mitmachen!

Weitere Links
Museum für Kunst und Kulturgeschichte


Hits der 70er und 80er - Axel Wibbelt Dortmunder Hits der 70er und 80er

Zeichnung: Axel Wibbelt

Hits der 70er und 80er (Hier zum PDF-Download)
Die Dortmunder Innenstadt wurde im zweiten Weltkrieg so gut wie komplett zerstört. Der Großteil der Gebäude stammt von daher aus jüngerer Zeit – und entspricht nicht immer jedermanns Geschmack von Schönheit. Aber auch diese Gebäude haben ihren ganz eigenen Charme, auch wenn sie nicht so romantisch und verspielt daherkommen wie so manche Fachwerkhäuser oder Jugendstilgebäude.

1. Gebäudekomplex am Apfelbrunnen
Platz am Apfelbrunnen
Der Geschäfts- und Wohnkomplex mit Blechdach und fast eleganten Torbogendurchgängen, vermutlich aus den 80ern, umschließt nicht nur die Hälfte des Platzes am Apfelbrunnen, sondern reicht auch weit in die Seitengassen hinein.

2. Gebäude Corso Passage
Hansastr. 44/Platz von Netanya
Die Corso Passage, im zweiten Weltkrieg zerstört, wurde nach dem Café Corso benannt, das es dort ab 1918 gab. Die nach dem historischen Vorbild neugebaute Passage bekam denselben Namen, entstand jedoch erst 1978 bis 1984, ebenso wie das darüberliegende Eckgebäude mit den hohen erkerartigen Fenstern.

3. Dortmunder Centrum für Medizin und Gesundheit (DOC)
Kampstr. 45-47
1978 als Verwaltung für die WestLB und Dresdner Bank errichtet. Ebenso wie die Gebäude der (ehemaligen) WestLB in Düsseldorf, Köln und Münster wurde es von Harald Deilmann entworfen. Es steht unter Denkmalschutz und zählt zu den “Big Beautiful Buildings” (ausgewählte Gebäude der Architektur der 50er bis 70er).

4. Christinenstift
Eisenmarkt 2-4
Beherbergt eine Seniorenpflegeeinrichtung mit 100-jähriger Tradition. Das Gebäude wurde 1989 fertiggestellt. Es wirkt trotz seiner Größe aufgrund der Einteilung in viele kleine Dachgiebel sehr freundlich. Das gegenüberliegende ehemalige Gesundheitshaus aus den 50ern ist ebenfalls einen Blick wert.

5. Hansa 101
Hansastr. 101-103/Platz der alten Synagoge
1981 wurde das Hochhaus als Büro- und Geschäftsgebäude erbaut und war vor einigen Jahren schon vom Abriss bedroht. Fast direkt daneben befindet sich das braune ehemalige Verwaltungsgebäude der Ruhrkohle AG von 1978.

Anfahrt
Alles von Hbf und MKK fußläufig zu erreichen.

Start
Platz am Apfelbrunnen
Haltestelle Reinoldikirche
U42, U43, U44, U46

Ende
Platz der alten Synagoge/Hansa 101
Haltestelle Stadtgarten
U41, U42, U45, U46, U47, U49

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten

Weitere Links
Big Beautiful Buildings


Dortmunder Fundstücke - Edda Kracht-Scholl Dortmunder Fundstücke

Zeichnung: Edda Kracht-Scholl

Dortmunder Fundstücke (Hier zum PDF-Download)
Wenn man durch die Stadt läuft, lohnt es sich, nicht nur auf die großen Bauwerke zu achten, sondern auch einen Blick für die kleinen Dinge zu haben. Wer mit offenen Augen durch die Innenstadt läuft, kann so manches entdecken, z.B. interessante Dächer, Skulpturen oder Gullydeckel, die Hinweise auf die Geschichte der Stadt geben.

1. Chip
Platz von Amiens (neben MKK)
Die schwarze, futuristische Skulptur aus lackiertem Stahl von Stefan Sous von 2007 erinnert ein wenig an ein Ufo. Der riesige Chip kann angefasst und begangen werden. Oft sitzen Teenager darauf und Kinder klettern darauf herum.

2. Stein mit Vollausstattung
Kreuzung Hansastraße und Kampstraße
Skulptur von 2011 zum Thema erneuerbare Energien. Der Stein nutzt Wind und Sonne zur Energiegewinnung – und es gibt Steckdosen und (theoretisch) freies WLAN.

3. Geflügeltes Nashorn
Brückstraße 21
Eigentlich Wappentier des Konzerthauses, wurde das Nashorn von den Dortmundern so sehr ins Herz geschlossen, dass heute mehr als 100 bunt bemalte Kunststoff-Nashörner in der Stadt stehen.

4. Geige
Stubengasse
In einer Seitenstraße, die vom Parkhaus zum Konzerthaus führt, steht auf dem Dach eines mit Noten bemalten Gebäudes eine riesengroße Geige (oder doch ein Cello?).

5. Der Bergmann
Vor Hansastraße 95
Das überlebensgroße Denkmal eines Bergmanns mit Grubenlampe steht vor der ehemaligen Verwaltung der Bergbau AG Westfalen. In der Kaiserstraße steht übrigens der gleiche Bergmann ein zweites Mal.

6. Stadttaube
Augen offen halten!
Die Zucht von Brieftauben war im Ruhrgebiet früher sehr beliebt. Stadttauben gehören einfach zum Straßenbild (und zu jeder vollen Stunde auf das U). In den letzten Jahren sieht man auch immer öfter die etwas größeren Ringeltauben auf den öffentlichen Flächen.

Anfahrt
Alles von Hbf und MKK fußläufig zu erreichen.

Start
Platz von Amiens/Chip
Haltestelle Hbf
U41, U45, U47, U49

Ende
Hansaplatz/Bergmann
Haltestelle Stadtgarten
U41, U42, U45, U46, U47, U49

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten


Bierstadt Dortmund - Monika Wirges Bierstadt Dortmund

Zeichnung: Monika Wirges

Bierstadt Dortmund (Hier zum PDF-Download)
Kohle, Stahl und Bier waren lange die Hauptindustriezweige in Dortmund. In den 50er und 60er Jahren wurde in keiner anderen Stadt in Europa mehr Bier gebraut als in Dortmund. Heute werden fast alle Dortmunder Biermarken, mit Ausnahme des Bergmann-Biers, in ein und derselben Großbrauerei in der Steigerstraße in der Nordstadt produziert.

1. Dortmunder U
Leonie-Reygers-Terrasse
Keine gigantische U-Bahn-Station, sondern ehemals Gär- und Lagerhochhaus der Dortmunder Union-Brauerei (DUB). Heute Zentrum für Kunst und Kreativität.

2. Bergmann-Kiosk
Hoher Wall 36
Denkmalgeschützte Trinkhalle aus den 50er Jahren, in der es das lokale Bergmann-Bier (DBB) zu trinken gibt. Es lohnt sich auch bei Gelegenheit im Brauereiausschank auf Phoenix-West ein Bierchen zu trinken.

3. Hövels Hausbrauerei
Hoher Wall 5-7
Traditionsreiche Hausbrauerei mit schönem, gemütlichen Biergarten. An diesem Standort wird das Bier für den Restaurant-Ausschank gebraut.

4. Thier-Galerie
Südausgang am Hohen Wall
Einkaufszentrum, errichtet auf dem ehemaligen Gelände der Dortmunder Thier-Brauerei.
Das Innere soll mit seiner (gelben) Farbe an Bier erinnern.

5. Wenkers am Markt
Betenstr. 1 (Alter Markt)
Seit dem Mittelalter befindet sich an dieser Stelle eine Brauerei bzw. Wirtshaus, zunächst als alte “Krone am Markt”, später dann als Wenkers. Das ursprüngliche Gebäude wurde jedoch im Krieg zerstört. Gegenüber befindet sich der etwas pittoreskere Thier-Brauereiausschank.

Anfahrt
Alles von Hbf und MKK fußläufig zu erreichen.

Start
Dortmunder U
Haltestelle Westentor
U43

Ende
Alter Markt
Haltestelle Reinoldikirche
U42, U43, U44, U46

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten

Schlecht-Wetter-Alternative
Brauerei-Museum (Eintritt frei)
Steigerstraße 14
U41 Haltestelle Lortzingstraße
U42 Haltestelle Glückaufstraße oder Haltestelle Brunnenstraße

Weitere Links
Dortmunder U
Brauerei-Museum


Dortmunder Kulturstätten

Zeichnung: Anna Wirges

Kulturstätten Dortmund (Hier zum PDF-Download)
Was kaum einer von außerhalb weiß: Das Ruhrgebiet hat die höchste Theaterdichte Europas. Außerdem ist das Theater Dortmund mit seinen fünf Sparten bezüglich seiner Mitarbeiterzahl auch eines der größten Deutschlands.

1. Junge Oper
Theaterkarree 1-3
Die Dortmunder Kinderoper wurde 2008 gebaut. Das Design ist dem Opernhaus nachempfunden.

2. Schauspielhaus
Hiltropwall 15
Seit 1968 finden Aufführungen des Schauspiel Dortmunds hier statt. Vorher wurde dieses Gebäude als Opernhaus genutzt. Das Schauspiel ist mittlerweile insbesondere aufgrund der Nutzung digitaler Medien während der Aufführungen, wie z.B. Live-Video-Übertragungen, deutschlandweit renommiert.

3. Opernhaus
Hansastr. 7
Im Opernhaus mit der grünen Kuppel finden Vorführungen des Opernensembles und des Ballett Dortmund, u.a. mit neu kreierten Handlungsballetten, statt. Es steht am Platz der alten Synagoge.

4. Konzerthaus
Brückstr. 21
Das Konzerthaus wurde 2002 in der Brückstraße eröffnet und bildet dort einen gewissen Kontrast zu seiner Umgebung. Das geflügelte Nashorn, Wappentier des Konzerthauses, wird mittlerweile oft als Symboltier für Dortmund insgesamt angesehen.

5. Lichtspieltheater Schauburg
Brückstr. 66
Die Schauburg ist ein schönes, über 100 Jahre altes Programmkino mit zwei gemütlichen Kinosälen, das sich den Flair der guten alten Kinozeit bewahrt hat.

Anfahrt
Alles von Hbf und MKK fußläufig zu erreichen.

Start
Junge Oper/Schauspielhaus
Haltestelle Stadtgarten
U41, U42, U45, U46, U47, U49

Ende
Schauburg
Haltestelle Reinoldikirche
U42, U43, U44, U46

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten

Weitere Links
Theater Dortmund
Konzerthaus Dortmund
Schauburg