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Dortmund zeichnen: Außerhalb des Walls

Hier sind die Anregungen für Zeichen-Motive außerhalb des Walls.

Übersicht:

Vollständige Beiträge:

Mike Wogengletter - Münsterstraße Nordstadt – Münsterstraße

Zeichnung: Mike Wogengletter

Nordstadt (Hier zum PDF-Download)
Das Viertel nördlich des Hauptbahnhofs entstand im Zuge der Industrialisierung als Arbeiterviertel, um der wachsenden Bevölkerung Wohnraum zu bieten. Die Nordstadt ist etwas berüchtigt und gilt als sozialer Brennpunkt, gleichzeitig zeigt das Viertel sich so lebendig und lebensfroh, wie man es sonst fast nirgendwo in Dortmund erleben kann.

1. Steinwache
Steinstraße 50
Entstand 1906 als Polizeirevier und wurde 1928 um einen Gefängnisbau erweitert. Ab 1933 wurde das Gefängnis von der Gestapo genutzt und als “Hölle von Westdeutschland” bekannt. Heute erinnert die Mahn- und Gedenkstätte (Eintritt frei) mit einer Ausstellung an diese Zeit. Ein Gedenkstein davor erinnert an die Opfer des NSU.

2. Dietrich Keuning Haus (DKH)
Leopoldstraße 50-58
Kulturelles Veranstaltungszentrum und Begegnungsstätte mit vielfältigem Programm. Das DKH befindet sich mit dem Nordbad und einer Skaterhalle in einem kleinen Park, in dem jedoch manchmal etwas zwielichtige Gestalten rumlungern.

3. St. Joseph
Heroldstraße 13, Ecke Münsterstraße
Aufgrund des Zuzugs katholischer Arbeiter in das protestantische Dortmund entstanden mehrere katholische Pfarreien. 1891 wurde St. Joseph eingeweiht. Da die katholische Gemeinde weiter wuchs, folgte 1900 die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in der Nähe des Borsigplatzes.

4. Münsterstraße
Münsterstraße
Getreu dem Motto “Dortmunds lebendiges Pflaster” finden sich hier Geschäfte und Gastronomie aus aller Welt. Dortmund war von jeher eine Einwandererstadt und die Münsterstraße zeigt mit ihrem internationalen Flair, dass dies bis heute der Fall ist und dass Menschen mit verschiedensten kulturellen Hintergründen hier zusammenleben.

5. Nordmarkt
Nordmarkt
Der Nordmarkt war einer von mehreren Schmuckplätzen, der in der planmäßig angelegten Nordstadt 1909 entstand und nach dem damaligen Geschmack streng geometrisch angelegt wurde. Dienstags und freitags findet hier ein wuseliger Wochenmarkt statt.

Anfahrt
Steinwache/Münsterstraße von Hbf und MKK fußläufig zu erreichen.

Start
Steinwache
Haltestelle Hbf (Nordausgang)
U41, U45, U47, U49

Ende
Nordmarkt
ca. 5 Minuten Fußweg zur Haltestelle Brunnenstraße
U42, U46

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 20 Minuten

Weitere Links
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Dietrich Keuning Haus


Astrid Hänig-Fischer - Phoenix-West Phoenix-West

Zeichnung: Astrid Hänig-Fischer

Phoenix-West (Hier zum PDF-Download)
Hier ist wahr geworden, was Willy Brandt 1961 forderte: Der Himmel über dem Ruhrgebiet ist wieder blau. Heute ist Phoenix-West mit seinen stillgelegten Hochöfen ein Gewerbe- und Naherholungsgebiet. Hier lässt man Drachen steigen und ferngesteuerte Autos fahren. Man trifft auf Spaziergänger, Radfahrer, Hobby-Fotografen und ab und zu auch auf einen Urban Sketcher.

1. Ehemalige Hochofenanlage
Carlo-Schmid-Allee
Die Anlage ist 1854 in Produktion gegangen, wurde 1998 stillgelegt und steht jetzt unter Denkmalschutz. Heute stehen hier noch die Hochöfen V und VI, wobei letzterer komplett entkernt worden ist, sowie das Gasometer für Gichtgas und mehrere Werkshallen. Der Hochofen V ist saniert worden und im Rahmen von Führungen über den Skywalk begehbar.

2. Hüttenmann
Phoenixplatz
1953 von der Künstlerin Friedel Dornberg erschaffen, stand der Hüttenmann zunächst am Hörder Neumarkt. Anlässlich der Bundesgartenschau 1959 wurde er vor dem Hauptbahnhof aufgestellt. Später stand er dann im Westfalenpark, bis er 2009 zurück in seine Heimat nach Hörde kam.

3. Eliasbahnbrücke
Elias-Bahn-Weg
Auf dieser Strecke transportierte einst der “Feurige Elias” das flüssige, glühende Roheisen von den Hochöfen auf Phoenix-West zu den Stahl- und Walzwerken auf Phoenix-Ost, wo sich heute der Phoenix-See befindet. Bis Ende der 60er wurde das Roheisen offen transportiert, so dass der Himmel über Hörde nachts oft rot glühte.

4. Viadukt Hympendahlbrücke
Emscherpromenade
Die Eisenbahntrasse, die über das Viadukt führte, endete im Nirgendwo: Sie diente lediglich dazu die Hochofenschlacke auf eine Halde zu kippen. Das Viadukt wurde 1891 errichtet, die Brücke zwischen den beiden Widerlagern stürzte Anfang der 50er ein.

5. Fernsehturm Florian
Blick Richtung Norden
Das weite, mit Wildblumen überwucherte Gelände auf Phoenix-West bietet in nördlicher Richtung einen guten Blick auf den Fernsehturm Florian, eines der Wahrzeichen Dortmunds, sowie in nordöstlicher Richtung auf das Stadion.

Anfahrt
Phoenix-West
Haltestelle Do-Hörde Bf
U41

Start
Phoenixplatz
ca. 15 Minuten Fußweg von Haltestelle Do-Hörde Bf

Ende
Viadukt
ca. 15 Minuten Fußweg zur Haltestelle Do-Hörde Bf

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 10 Minuten

Weitere Informationen
Von Phoenix-West zum Phoenix-See dauert es zu Fuß entlang des Emscher-Radwegs ca. 15 Minuten.


Sabine Höllin - Borsigplatz Borsigplatz

Zeichnung: Sabine Höllin

Borsigplatz (Hier zum PDF-Download)
Der Borsigplatz ist Mittelpunkt des Hoeschviertels, das aufgrund der Westfalenhütte, einem ehemaligen Stahlwerk der Hoesch AG, entstand. Berühmt ist er vor allem dafür, dass hier der BVB seine Anfänge hatte.

1. Borsigplatz
Borsigplatz
Der “Stern des Nordens” entstand 1898 nach Pariser Vorbild. Die Idee dahinter: Bei solch einem Rundplatz kann bei Unruhen eine in der Mitte aufgestellte Kanone leicht in alle Straßen schießen. Heute spielt er insbesondere bei Meisterfeiern des BVB eine wichtige Rolle: Dann startet nämlich der Auto-Korso hier.

2. Pommes Rot Weiß
Oesterholzstraße 60
Heute Imbissbude, ist die ehemalige Gaststätte “Wildschütz” der Gründungsort des BVB. 18 Mitglieder der Jugendgruppe der Dreifaltigkeitskirche gründeten hier am vierten Advent 1909 einen von der Kirche unabhängigen Verein, da der Kaplan gegen das Fußballspiel war.

3. Hoesch-Museum
Eberhardstraße 12
Ein Großteil der Anlagen der Westfalenhütte, die hier einmal stand, wurde 2002 stillgelegt, nach China verschifft und dort weiter betrieben. Übriggeblieben ist neben einem Walzwerk, das heute von ThyssenKrupp betrieben wird, u.a. das Portierhaus des Stahlwerks, in dem das Hoesch-Museum über die Geschichte der Dortmunder Stahlindustrie und der Hoeschianer informiert (Eintritt frei).

4. LöBo – der Löwe vom Borsigplatz
Flurstraße 18
Nicht zu übersehen ist die Verschönerung eines Vorgartens, an dem man vorbeikommt: der LöBo mit seiner grünen Mähne.

5. Dreifaltigkeitskirche
Flurstraße 8
Katholische Kirche, errichtet aufgrund des Zuzugs vieler katholischer Arbeiter z.B. aus Polen. Die Gründungsmitglieder des BVB gingen hier zur Kirche. Heute finden hier regelmäßig Fan-Gottesdienste statt.

6. Hoeschpark
Kirchdernerstraße 35-43
Einst befand sich hier die “Weiße Wiese”, die erste Spielstätte des BVB. Heute spielen im Hoeschpark die Dortmund Wanderers (Baseball) und die Dortmund Giants (American-Football).

Anfahrt
Borsigplatz
Haltestelle Borsigplatz
U44

Start
Borsigplatz
Haltestelle Borsigplatz
U44

Ende
Hoeschpark
ca. 10 Minuten Fußweg zur Haltestelle Borsigplatz, Vincenzheim oder Westfalenhütte (alle U44)

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 20 Minuten

Weitere Links
Hoesch-Museum


Martin Theil - Zeche Zollern Zeche Zollern II/IV

Zeichnung: Martin Theil

Zeche Zollern II/IV (Hier zum PDF-Download)
Wer Ruhrgebiet hört, denkt sofort an den Bergbau, der hier lange Zeit einer der wichtigsten und prägendsten Industriezweige war. Diese Zeiten sind aber endgültig vorbei. Mit der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop schloss die letzte Zeche des Ruhrgebiets Ende 2018. Die letzte aktive Zeche Dortmunds, die Zeche Minister Stein, schloss bereits 1987 – womit die fast 700-jährige Bergbaugeschichte der Stadt endete.

Heute werden einige der früheren Zechen des Ruhrgebiets als Museen genutzt und so manche ehemalige Industriegelände wurden z.B. zu Parks umgebaut.

Die 1898 als Musterzeche erbaute Zeche Zollern ist besonders schön und wurde deshalb auch als “Schloss der Arbeit” bezeichnet. Die Maschinenhalle der Zeche war das erste Industriegebäude, das in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Ebenfalls einen Blick wert ist die Kolonie Landwehr außerhalb des Zechengeländes, in der Angestellte und Arbeiter des Bergwerks wohnten und die im gleichen Stil erbaut wurde.

1. Eingangstore
Eingang
Die Tore aus Backstein bilden den Eingangsbereich der Anlage. Blickt man von hier auf das Zechengelände, fällt die Symmetrie der Anlage auf, insbesondere aufgrund der Anordnung der beiden Fördergerüste.

2. Lohnhalle
Rechts vom Eingang
In der aufwändig gestalteten Lohnhalle nahmen die Bergleute einst ihre Lohntüte in Empfang. Heute gelangt man über die Lohnhalle in die Dauerausstellung des Museums.

3. Fördergerüst
Hinter der Lohnhalle
Die Fördergerüste sind meist die auffälligsten Landmarken der ehemaligen Bergwerke. In der Zeche Zollern kann auf eines der Fördergerüste gestiegen werden, um von dort die Aussicht zu genießen.

4. Jugendstilportal Maschinenhalle
Gegenüber des rechten Förderturms
Vom Jugendstil-Architekten Bruno Möhring entworfener Glasmosaik-Eingang der Stahlfachwerk-Maschinenhalle, den man so dort nicht erwarten würde.

Anfahrt
RB43 bis Dortmund-Bövinghausen mit ca. 10 Minuten Fußweg zum Museum
oder
U47 bis Huckarde Bushof, von dort Bus 462 bis Haltestelle Industriemuseum Zollern
(Gesamtfahrzeit 30-35 Minuten)

Start/Ende
Eingangsbereich Museum

Weitere Informationen
Im Museum gibt es ausführliche Informationen zur Zeche und zur Lebenswelt der Bergarbeiter. Eintritt kostenpflichtig.

Weitere Links
Industriemuseum Zeche Zollern


Philipp Schramm - Kaiserviertel Kaiserviertel

Zeichnung: Philipp Schramm

Kaiserviertel (Hier zum PDF-Download)
Das Kaiserstraßenviertel östlich des Wallrings ist, neben dem Kreuzviertel, eines der beliebtesten Wohnviertel in Dortmund. Es erstreckt sich entlang der mit Bäumen gesäumten Kaiserstraße. Das Landgericht, das Amtsgericht und auch der Ostfriedhof befinden sich hier.

1. Tor zum Kaiserviertel
Vor Kaiserstraße 15
Am Anfang der Kaiserstraße heißt ein großes Schild alle Besucher willkommen. Der Name der Straße geht darauf zurück, dass 1377 Kaiser Karl IV. mit seinem Gefolge von Osten aus (also dort wo heute das Viertel liegt) in einer feierlichen Prozession über den Hellweg in die Stadt geleitet wurde.

2. Straßenkehrer
Vor Kaiserstraße 41
Entlang der Kaiserstraße stehen einige Skulpturen, wie z.B. dieser fast lebensgroße Straßenkehrer aus Polyester und der Pfennigroller, beide von Artur Schulze-Engels. Einige erinnern auch an die Bergbauvergangenheit der Stadt, wie z.B. der Bergmann mit erhobener Grubenlampe, der neben dem Kaiserbrunnen steht.

3. Gründerzeitbauten
z.B. Kaiserstraße 58 und 75
Hier findet man einige alte Gründerzeitbauten, die teilweise mit aufwändigem Stuckdekor nach Art des Jugendstils geschmückt sind. Manche davon sind, wie es heute modern ist, in knalligen, kontrastreichen Farben angestrichen.

4. Kaiserbrunnen
Vor Kaiserstraße 96
Der Kaiserbrunnen von 1902 bildet den Mittelpunkt des Kaiserviertels. Auf ihm abgebildet ist Kaiser Wilhelm II., der angeblich eigenhändig den Schnurrbart des Entwurfs korrigiert haben soll. Ein Löwenkopf und der Kopf eines Delfins sind auf den anderen Seiten zu sehen – damals stellte man sich Delfine offenbar etwas anders vor, als wir sie heute kennen. Bänke und ein Bücherschrank laden zum Ausruhen ein.

5. Comic Haus
Kaiserstraße 122/Artur-Schulze-Engels-Platz
Wie das Motto des Kaiserviertels “Gut leben und einkaufen” andeutet, gibt es dort einige nette, kleine Läden, die zum Stöbern einladen, so z.B. auch das Comic Haus. Gemütliche Cafés und Restaurants sind ebenfalls jede Menge in dem Viertel vorhanden.

Anfahrt
Von Hbf und MKK aus zu Fuß ca. 15 Minuten

Start
Tor zum Kaiserviertel
Haltestelle Ostentor
U43

Ende
Artur-Schulze-Engels-Platz
Haltestelle Funkenburg
U43

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 10 Minuten


Susanne Bartsch - Stadion Rund ums Stadion

Zeichnung: Susanne Bartsch

Rund ums Stadion (Hier zum PDF-Download)
Bereits in den 20ern entstand dort, wo heute das Stadion des BVB steht, mit dem Volkspark eine Anlage mit diversen Sport- und Kulturstätten. Auch wenn von dem damaligen Volkspark nur noch Teile wie z.B. das Stadion Rote Erde, das Freibad Volkspark, die Rosenterrassen und eine Kleingartenkolonie übrig sind, erfüllt die Gegend rund ums Stadion heute im Grunde noch den gleichen Zweck.

2. Westfalenhalle
Rheinlanddamm 200 (B1)
Genutzt als Konzert- und Eventhalle, wurde die denkmalgeschützte, runde Glashalle 1952 neu erbaut, da die ursprüngliche Halle im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das sich drehende U auf dem Dach erinnert (wie beim Dortmunder U) an die Dortmunder Unionbrauerei.

5. Rosenterrassen
Strobelallee, südlich der Westfalenhalle
Der kleine Blumengarten mit seinen Rosen und Hecken ist einer der Überreste des historischen Volksparks, der mit dem Bau der ersten Westfalenhalle 1925 entstand, später in seiner Gesamtheit aber nicht wieder hergestellt wurde.

4. Stadion Rote Erde
Strobelallee
1926 erbaut, diente die Kampfbahn Rote Erde von 1937 bis 1974 als Heimspielstätte von Borussia Dortmund. Heute wird das Stadion hauptsächlich für die Leichtathletik genutzt. Bei gutem Wetter ist ein Besuch im Biergarten des Stadions, mit Blick auf die trainierenden Leichtathleten und den Signal Iduna Park, sehr empfehlenswert.

1. Signal Iduna Park
Strobelallee 50
Seit 1974 die Spielstätte des BVB und mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands (und das schönste Stadion der Welt). 2005 wurde das ehemalige Westfalenstadion in “Signal Iduna Park” umbenannt. Die Streben des Stadions, Pommesbude, Fanworld und sogar die Einfahrt zu den Parkplätzen sind natürlich alle in schwarz-gelb gehalten.

3. Messe Dortmund – Eingang Nord
Rheinlanddamm 200 (B1)
Das Messe-, Kongress- und Veranstaltungszentrum Westfalenhallen umfasst insgesamt neun Messehallen (inklusive der ersten Westfalenhalle). 2019 wurde der Messeeingang Nord neu gestaltet.

Anfahrt
Westfalenhallen
Haltestelle Westfalenhallen
U45, U46

Start/Ende
Westfalenhalle

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 20 Minuten

Weitere Informationen oder Schlecht-Wetter-Alternative
Borusseum (BVB-Museum)
Strobelallee 50

Weitere Links
Hier gibt es einen Lageplan der Westfalenhallen


Brigitte Tolxdorf - Hohensyburg Hohensyburg

Zeichnung: Brigitte Tolxdorf

Hohensyburg (Hier zum PDF-Download)
Hohensyburg ist ein beliebtes Dortmunder Ausflugsziel, das neben historischen Ruinen und Denkmälern einen schönen Blick über das grüne Ruhrtal bietet und zu Spaziergängen in den Ruhrsteilhängen einlädt. Hier kann man bis hinab an das Ufer des Hengsteysees wandern, zu dem die Ruhr an dieser Stelle aufgestaut ist.

1. Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Parkanlage Hohensyburg
Monumentales Denkmal zu Ehren Kaiser Wilhelm I. von 1902. In der Zeit des Nationalsozialismus umgestaltet und verkleinert, wobei zwei der vier Standbilder (Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Friedrich Karl) entfernt wurden, während die von Bismarck und Moltke bestehen blieben.

2. Vincke-Turm
Parkanlage Hohensyburg
Aussichtsturm zur Erinnerung an Ludwig Freiherr von Vincke. Er wurde durch Heirat Eigentümer der mittelalterlichen Burgruine und soll von dort aus besonders gerne die Aussicht über das Ruhrtal genossen haben.

3. Mittelalterliche Burgruine
Parkanlage Hohensyburg
Bereits im 8. Jahrhundert gab es hier die Syburg (oder Sigiburg), eine sächsische Wallburg, die später von Karl dem Großen erobert wurde und heute noch durch Erdaufschüttungen zu erahnen ist. Die Ruine der um 1100 entstandenen Höhenburg, die aus Ruhrsandstein erbaut wurde, steht noch heute. Inmitten der Ruine befindet sich ein 1930 errichtetes Kriegerdenkmal.

4. Spielbank
Hohensyburgstr. 200
Statt eines Kurorts wurde 1985 auf den Ruhrterrassen eine Spielbank errichtet. Sie wurde, wie das DOC in der Innenstadt auch, nach Plänen des Architekten Harald Deilmann erbaut.

5. Kirche St. Peter
Syburger Kirchstr. 8
Geht im Ursprung zurück auf die Zeit Karls des Großen, der seine Vormacht nicht nur militärisch sondern auch durch Christianisierung des sächsischen Volkes sicherte. Die einstige Wehrkirche musste nach dem zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut werden. Einige Grabsteine dort stammen noch aus karolingischer Zeit.

Anfahrt
U41 bis Haltestelle Do-Hörde Bf, von dort Bus 432 oder Bus 442 bis Haltestelle Hohensyburg
(Gesamtfahrzeit ca. 45 Minuten)

Start
Kaiser-Wilhelm-Denkmal
ca. 10 Minuten Fußweg von Haltestelle Hohensyburg

Ende
Kirche St. Peter
ca. 5 Minuten Fußweg zur Haltestelle Hohensyburg

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 10 Minuten


Phoenix-See - Peter Bouillon Phoenix-See

Zeichnung: Peter Bouillon

Phoenix-See (Hier zum PDF-Download)
Erst Burganlage, dann Stahlwerk, heute See – das ist in Kurzform die Geschichte des Phoenix-Sees. 2001 wurde nach mehr als 150 Jahren Stahlproduktion das dort ansässige Stahlwerk stillgelegt, abgebaut und in China wieder aufgebaut. Und in Dortmund wurde entschieden, dass ein See an dieser Stelle doch viel schöner wäre. 2010 wurde das Gelände nach 10-jähriger Planungsphase geflutet. Der künstlich angelegte See mit seinen kantigen, schwarz-weißen Neubauten ist bei Wasservögeln sehr beliebt – und bei den Dortmundern, um am Wochenende am See entlang zu flanieren.

1. Hörder Burg
Hörder Burgstraße 17
Im 12. Jahrhundert entstand die erste Burg, die nach einem Brand jedoch neu errichtet werden musste. 1840 wurde die Hörder Burg von einem Iserlohner Industriellen gekauft, der auf dem Gelände die “Hermannshütte” (ein Puddel- und Walzwerk) errichtete.

2. Flanieren am Ufer
Hafenpromenade und Kaipromenade
Bei schönem Wetter ist am See immer viel los. Die Dortmunder kommen zum Spazieren, Fahrradfahren, Segeln, Eisessen und Kaffeetrinken vorbei (oder einfach nur um sich über die moderne Architektur zu wundern).

3. Thomas-Birne
Kulturinsel
Der imposante, 68 Tonnen schwere Thomas-Konverter (aufgrund seiner Form auch Birne genannt) fand in der Zeit des Thomas-Stahlwerks (bis 1964) Einsatz. Danach wurde das Werk durch ein modernes Oxygen-Stahlwerk ersetzt.

4. Emscher
Nördliche Seite des Phoenix-Sees
Die hier noch kleine, unauffällige Emscher fließt einmal quer durchs Ruhrgebiet. Sie war lange Zeit der Abwasserkanal und die Kloake des Potts. Heute ist sie zum Glück großteils wieder renaturiert.

5. “Flügeldame”
Etwas abseits, an der Emscher Richtung Phoenix-West
“Spirits of the Emscher Valley” ist der Obertitel für drei Skulpturen aus Aluminium der Künstler Lucy und Jorge Orta. Die Vogelfrau nimmt Bezug auf das Motiv des Phoenix aus der Asche.

Anfahrt
Phoenix-See
Haltestelle Do-Hörde Bf
U41
ca. 6 Minuten Fußweg zum See

Start/Ende
Hörder Burgplatz

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten (Punkt 1-5)
ca. 45 Minuten (um den ganzen See)

Weitere Informationen
Von der Hörder Burg nach Phoenix-West dauert es zu Fuß entlang des Emscher-Radweg ca. 15 Minuten.


TU Dortmund - Karolin Kriesch TU Dortmund Unicampus

Zeichnung: Karolin Kriesch

Unicampus der TU Dortmund (Hier zum PDF-Download)
Die Universität Dortmund (seit 2007 TU Dortmund) wurde 1968 gegründet und ist damit nach der Ruhr-Universität Bochum die zweitälteste Universität im Ruhrgebiet. Der Großteil der Gebäude auf dem Campus Nord wurde in den 70ern inmitten von grünen Feldern gebaut. Die TU hat über 34.000 Studierende und ist eine von nur zwei technischen Universitäten in NRW.

1. H-Bahn
Haltestelle Campus Nord oder Do-Universität S
Die futuristisch anmutende, automatisch gesteuerte Hängebahn fährt im Fünf-Minuten-Takt und verbindet seit 1984 Campus Nord und Campus Süd. Später wurde die Strecke von Eichlinghofen bis zum Technologiezentrum erweitert. Der Skytrain am Düsseldorfer Flughafen wurde nach dem Vorbild der H-Bahn gebaut. Die H-Bahn ist nur montags bis freitags in Betrieb.

2. Mensagebäude
Vogelpothsweg 85
Die Hauptmensa bietet Platz für 1.300 hungrige Menschen. Mit ihrer orange-farbenen Verkleidung ist sie nicht zu übersehen und wird (wie viele andere Gebäude der TU auch, z.B. Bibliothek, Hörsaalgebäude II und Mathetower) als ein “Big Beautiful Building” aufgelistet (ausgewählte Gebäude der Architektur der 50er bis 70er Jahre).

3. Mathetower
Vogelpothsweg 87
Seit 2010 drehen sich die vier Meter hohen, grünen tu-Buchstaben auf dem 13-stöckigen Mathetower, der (natürlich) die Mathematik-Fakultät sowie das Audimax beherbergt.

4. Spektralringe
Neben dem Mathetower
Auf dem grünen Campusgelände befinden sich einige interessante Skulpturen. Das beliebteste Selfie-Motiv der Studenten sind aber die bunten Spektralringe.

5. Forschungszentrum für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
Emil-Figge-Straße 44
Im September 2018 wurde das HGÜ-Testzentrum eröffnet. Es ist in seiner Art einzigartig in Deutschland (und sieht einfach cool aus).

Anfahrt
TU Dortmund
Haltestelle Do-Universität
S1

Start/Ende
S-Bahnstation Do-Universität

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten

Weitere Informationen
Die H-Bahn ist am Wochenende nicht in Betrieb. Dafür ist jeden Samstag Trödelmarkt (auf den Parkplätzen neben dem HGÜ-Testzentrum).

Weitere Links
Lageplan der TU Dortmund
Big Beautiful Buildings


Ostfriedhof - Sabine Schümers Ostfriedhof

Zeichnung: Sabine Schümers

Dortmunder Ostfriedhof (Hier zum PDF-Download)
Ein Friedhof erzählt viel über die Geschichte einer Stadt, dies gilt insbesondere für den “Ostpark”. In dem schönen, parkähnlich angelegten Friedhof reihen sich die historischen, aufwändig gestalteten Gräber aneinander. Fast 100 davon stehen heute unter Denkmalschutz.

1. Trauerhalle
Eingang
1876 wurde der Friedhof gegründet. Aus dieser Zeit stammen auch die denkmalgeschützte Trauerhalle, Verwaltung und Wohnhaus im Eingangsbereich.

2. Henriette Davidis
Feld 2
Berühmte Kochbuchautorin aus dem 19. Jahrhundert. Die Worte “Man nehme…” stammen ursprünglich aus ihren Büchern. Die Grabstätte ist eine der ältesten auf dem Friedhof und passend zum Thema mit einem bepflanzten Kochtopf geschmückt.

3. Grabstätte Familie Hoesch
Feld 3
Viele Gräber einflussreicher Dortmunder Industriellenfamilien sind hier zu finden, wie zum Beispiel dieses. Die Hoesch AG war zeitweise der größte Arbeitgeber in Dortmund. Viele der Industriellengräber sind mit monumentalen Skulpturen geschmückt.

4. Bergwerkunglück Kaiserstuhl I
Feld 10
Zwei Gemeinschaftsgräber und Denkmäler erinnern an Schlagwetterexplosionen 1893 bzw. 1897 in der Zeche Kaiserstuhl, bei denen 61 bzw. 19 Bergmänner starben. (Das zweite Denkmal befindet sich in Feld 11).

5. Jüdischer Teil des Friedhofs
Feld 14
1885 bis 1921 fanden hier jüdische Beisetzungen statt. Viele der Gräber wurden jedoch im Krieg zerstört. Später wurde ein Denkmal für die Opfer der Jüdischen Gemeinde aus der Zeit von 1933 bis 1945 ergänzt.

Anfahrt
Ostfriedhof
Haltestelle Funkenburg U43
ca. 5 Minuten Fußweg zum Friedhof

Start/Ende
Eingang Ostfriedhof/Trauerhalle

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 10 Minuten

Weitere Links
Hier gibt es Informationen der Stadt Dortmund zum Ostfriedhof mit ausführlichem Flyer und Lageplan.


Rombergpark - Dagmar Knappe Botanischer Garten Rombergpark

Zeichnung: Dagmar Knappe

Rombergpark (Hier zum PDF-Download)
Der Rombergpark ist neben dem Westfalenpark einer der schönsten Parks in Dortmund. Eine Runde um den Teich entspricht dem typischen Dortmunder Sonntagsspaziergang. Das Café Orchidee, die Pflanzenschauhäuser und ein großes Areal mit interessanten Landschaften, Bäumen und Pflanzen gibt es über den Teich hinaus zu erkunden. Die Eichhörnchen im Park sind übrigens ganz besonders zutraulich.

1. Torhaus
Am Rombergpark 50
Abgesehen von dem Eiskeller ist das Torhaus der letzte erhaltene Teil eines alten Adelssitzes (1681 erbaut). Es diente früher als Einlasstor der Burg, heute wird es als Kunstgalerie genutzt.

2. Sumpfzypressenteich
Kleiner Teich, östlich vom Hauptteich
Biegt man links vom großen Teich ab, gelangt man an einen kleinen, stillen Teich mit Sumpfzypressen, die sich im Wasser spiegeln.

4. Alter Baumbestand
z.B. an Bastei mit Sitzplätzen
Einige Bäume am großen Teich, z.B. mehrere Platanen, sind so alt, dass sie zu Naturdenkmälern erklärt wurden. In zwei dicke, alte Blutbuchenstämme am Ostufer sind im Laufe der Zeit unzählige Namen geritzt worden.

5. Brücke am Teich
Am südlichen Ende des Hauptteichs
An der kleinen Bogenbrücke wurden (unerlaubterweise) zahlreiche Liebesschlösser angebracht. Der Rombergpark wird von Brautpaaren gerne als romantische Kulisse für ihre Hochzeitfotos genutzt.

3. Lindenallee
Westseite parallel zum Teich, etwas erhöht
Schon 1822 angelegt, beeindruckt die Allee mit ihrem langen Spalier aus alten Holländischen Linden. Darunter befindet sich auch ein hohles Exemplar, was aber nur von hinten sichtbar ist.

Anfahrt
Rombergpark
Haltestelle Rombergpark
U49 Richtung Hacheney

Start/Ende
Torhaus Rombergpark

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten (eine Runde um den Teich)

Weitere Links
Rombergpark
Freundeskreis Botanischer Garten Rombergpark mit Übersichtsplan