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Dortmund zeichnen: Außerhalb des Walls

Hier sind die Anregungen für Zeichen-Motive außerhalb des Walls.

Übersicht:

Vollständige Beiträge:

Phoenix-See - Peter Bouillon Phoenix-See

Zeichnung: Peter Bouillon

Phoenix-See (Hier zum PDF-Download)
Erst Burganlage, dann Stahlwerk, heute See – das ist in Kurzform die Geschichte des Phoenix-Sees. 2001 wurde nach mehr als 150 Jahren Stahlproduktion das dort ansässige Stahlwerk stillgelegt, abgebaut und in China wieder aufgebaut. Und in Dortmund wurde entschieden, dass ein See an dieser Stelle doch viel schöner wäre. 2010 wurde das Gelände nach 10-jähriger Planungsphase geflutet. Der künstlich angelegte See mit seinen kantigen, schwarz-weißen Neubauten ist bei Wasservögeln sehr beliebt – und bei den Dortmundern, um am Wochenende am See entlang zu flanieren.

1. Hörder Burg
Hörder Burgstraße 17
Im 12. Jahrhundert entstand die erste Burg, die nach einem Brand jedoch neu errichtet werden musste. 1840 wurde die Hörder Burg von einem Iserlohner Industriellen gekauft, der auf dem Gelände die “Hermannshütte” (ein Puddel- und Walzwerk) errichtete.

2. Flanieren am Ufer
Hafenpromenade und Kaipromenade
Bei schönem Wetter ist am See immer viel los. Die Dortmunder kommen zum Spazieren, Fahrradfahren, Segeln, Eisessen und Kaffeetrinken vorbei (oder einfach nur um sich über die moderne Architektur zu wundern).

3. Thomas-Birne
Kulturinsel
Der imposante, 68 Tonnen schwere Thomas-Konverter (aufgrund seiner Form auch Birne genannt) fand in der Zeit des Thomas-Stahlwerks (bis 1964) Einsatz. Danach wurde das Werk durch ein modernes Oxygen-Stahlwerk ersetzt.

4. Emscher
Nördliche Seite des Phoenix-Sees
Die hier noch kleine, unauffällige Emscher fließt einmal quer durchs Ruhrgebiet. Sie war lange Zeit der Abwasserkanal und die Kloake des Potts. Heute ist sie zum Glück großteils wieder renaturiert.

5. “Flügeldame”
Etwas abseits, an der Emscher Richtung Phoenix-West
“Spirits of the Emscher Valley” ist der Obertitel für drei Skulpturen aus Aluminium der Künstler Lucy und Jorge Orta. Die Vogelfrau nimmt Bezug auf das Motiv des Phoenix aus der Asche.

Anfahrt
Phoenix-See
Haltestelle Do-Hörde Bf
U41
ca. 6 Minuten Fußweg zum See

Start/Ende
Hörder Burgplatz

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten (Punkt 1-5)
ca. 45 Minuten (um den ganzen See)

Weitere Informationen
Von der Hörder Burg nach Phoenix-West dauert es zu Fuß entlang des Emscher-Radweg ca. 15 Minuten.


TU Dortmund - Karolin Kriesch TU Dortmund Unicampus

Zeichnung: Karolin Kriesch

Unicampus der TU Dortmund (Hier zum PDF-Download)
Die Universität Dortmund (seit 2007 TU Dortmund) wurde 1968 gegründet und ist damit nach der Ruhr-Universität Bochum die zweitälteste Universität im Ruhrgebiet. Der Großteil der Gebäude auf dem Campus Nord wurde in den 70ern inmitten von grünen Feldern gebaut. Die TU hat über 34.000 Studierende und ist eine von nur zwei technischen Universitäten in NRW.

1. H-Bahn
Haltestelle Campus Nord oder Do-Universität S
Die futuristisch anmutende, automatisch gesteuerte Hängebahn fährt im Fünf-Minuten-Takt und verbindet seit 1984 Campus Nord und Campus Süd. Später wurde die Strecke von Eichlinghofen bis zum Technologiezentrum erweitert. Der Skytrain am Düsseldorfer Flughafen wurde nach dem Vorbild der H-Bahn gebaut. Die H-Bahn ist nur montags bis freitags in Betrieb.

2. Mensagebäude
Vogelpothsweg 85
Die Hauptmensa bietet Platz für 1.300 hungrige Menschen. Mit ihrer orange-farbenen Verkleidung ist sie nicht zu übersehen und wird (wie viele andere Gebäude der TU auch, z.B. Bibliothek, Hörsaalgebäude II und Mathetower) als ein “Big Beautiful Building” aufgelistet (ausgewählte Gebäude der Architektur der 50er bis 70er Jahre).

3. Mathetower
Vogelpothsweg 87
Seit 2010 drehen sich die vier Meter hohen, grünen tu-Buchstaben auf dem 13-stöckigen Mathetower, der (natürlich) die Mathematik-Fakultät sowie das Audimax beherbergt.

4. Spektralringe
Neben dem Mathetower
Auf dem grünen Campusgelände befinden sich einige interessante Skulpturen. Das beliebteste Selfie-Motiv der Studenten sind aber die bunten Spektralringe.

5. Forschungszentrum für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
Emil-Figge-Straße 44
Im September 2018 wurde das HGÜ-Testzentrum eröffnet. Es ist in seiner Art einzigartig in Deutschland (und sieht einfach cool aus).

Anfahrt
TU Dortmund
Haltestelle Do-Universität
S1

Start/Ende
S-Bahnstation Do-Universität

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten

Weitere Informationen
Die H-Bahn ist am Wochenende nicht in Betrieb. Dafür ist jeden Samstag Trödelmarkt (auf den Parkplätzen neben dem HGÜ-Testzentrum).

Weitere Links
Lageplan der TU Dortmund
Big Beautiful Buildings


Ostfriedhof - Sabine Schümers Ostfriedhof

Zeichnung: Sabine Schümers

Dortmunder Ostfriedhof (Hier zum PDF-Download)
Ein Friedhof erzählt viel über die Geschichte einer Stadt, dies gilt insbesondere für den “Ostpark”. In dem schönen, parkähnlich angelegten Friedhof reihen sich die historischen, aufwändig gestalteten Gräber aneinander. Fast 100 davon stehen heute unter Denkmalschutz.

1. Trauerhalle
Eingang
1876 wurde der Friedhof gegründet. Aus dieser Zeit stammen auch die denkmalgeschützte Trauerhalle, Verwaltung und Wohnhaus im Eingangsbereich.

2. Henriette Davidis
Feld 2
Berühmte Kochbuchautorin aus dem 19. Jahrhundert. Die Worte “Man nehme…” stammen ursprünglich aus ihren Büchern. Die Grabstätte ist eine der ältesten auf dem Friedhof und passend zum Thema mit einem bepflanzten Kochtopf geschmückt.

3. Grabstätte Familie Hoesch
Feld 3
Viele Gräber einflussreicher Dortmunder Industriellenfamilien sind hier zu finden, wie zum Beispiel dieses. Die Hoesch AG war zeitweise der größte Arbeitgeber in Dortmund. Viele der Industriellengräber sind mit monumentalen Skulpturen geschmückt.

4. Bergwerkunglück Kaiserstuhl I
Feld 10
Zwei Gemeinschaftsgräber und Denkmäler erinnern an Schlagwetterexplosionen 1893 bzw. 1897 in der Zeche Kaiserstuhl, bei denen 61 bzw. 19 Bergmänner starben. (Das zweite Denkmal befindet sich in Feld 11).

5. Jüdischer Teil des Friedhofs
Feld 14
1885 bis 1921 fanden hier jüdische Beisetzungen statt. Viele der Gräber wurden jedoch im Krieg zerstört. Später wurde ein Denkmal für die Opfer der Jüdischen Gemeinde aus der Zeit von 1933 bis 1945 ergänzt.

Anfahrt
Ostfriedhof
Haltestelle Funkenburg U43
ca. 5 Minuten Fußweg zum Friedhof

Start/Ende
Eingang Ostfriedhof/Trauerhalle

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 10 Minuten

Weitere Links
Hier gibt es Informationen der Stadt Dortmund zum Ostfriedhof mit ausführlichem Flyer und Lageplan.


Rombergpark - Dagmar Knappe Botanischer Garten Rombergpark

Zeichnung: Dagmar Knappe

Rombergpark (Hier zum PDF-Download)
Der Rombergpark ist neben dem Westfalenpark einer der schönsten Parks in Dortmund. Eine Runde um den Teich entspricht dem typischen Dortmunder Sonntagsspaziergang. Das Café Orchidee, die Pflanzenschauhäuser und ein großes Areal mit interessanten Landschaften, Bäumen und Pflanzen gibt es über den Teich hinaus zu erkunden. Die Eichhörnchen im Park sind übrigens ganz besonders zutraulich.

1. Torhaus
Am Rombergpark 50
Abgesehen von dem Eiskeller ist das Torhaus der letzte erhaltene Teil eines alten Adelssitzes (1681 erbaut). Es diente früher als Einlasstor der Burg, heute wird es als Kunstgalerie genutzt.

2. Sumpfzypressenteich
Kleiner Teich, östlich vom Hauptteich
Biegt man links vom großen Teich ab, gelangt man an einen kleinen, stillen Teich mit Sumpfzypressen, die sich im Wasser spiegeln.

4. Alter Baumbestand
z.B. an Bastei mit Sitzplätzen
Einige Bäume am großen Teich, z.B. mehrere Platanen, sind so alt, dass sie zu Naturdenkmälern erklärt wurden. In zwei dicke, alte Blutbuchenstämme am Ostufer sind im Laufe der Zeit unzählige Namen geritzt worden.

5. Brücke am Teich
Am südlichen Ende des Hauptteichs
An der kleinen Bogenbrücke wurden (unerlaubterweise) zahlreiche Liebesschlösser angebracht. Der Rombergpark wird von Brautpaaren gerne als romantische Kulisse für ihre Hochzeitfotos genutzt.

3. Lindenallee
Westseite parallel zum Teich, etwas erhöht
Schon 1822 angelegt, beeindruckt die Allee mit ihrem langen Spalier aus alten Holländischen Linden. Darunter befindet sich auch ein hohles Exemplar, was aber nur von hinten sichtbar ist.

Anfahrt
Rombergpark
Haltestelle Rombergpark
U49 Richtung Hacheney

Start/Ende
Torhaus Rombergpark

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 15 Minuten (eine Runde um den Teich)

Weitere Links
Rombergpark
Freundeskreis Botanischer Garten Rombergpark mit Übersichtsplan