+49 (0)231 4961164 info@uskdo.de
Doris Rehling - Kokerei Hansa

Zeichnung: Doris Rehling

Kokerei Hansa (Hier zum PDF-Download)
Die Kokerei Hansa entstand Ende der 1920er Jahre direkt neben der Zeche Hansa als Zentralkokerei. Sie bezog Kohle von Zechen aus der Umgebung und stellte daraus Koks für die Hochöfen z.B. auf Phoenix-West her.
Über ein Gasverbundsystem, dessen Rohrleitungen noch heute das Stadtbild Dortmunds prägen, war die Kokerei mit den Hochöfen verbunden. Darin wurde Gichtgas von den Hochöfen zur Kokerei geleitet, um damit die Koksöfen zu beheizen.
1992 wurde die Kokerei stillgelegt. Heute ist sie als teilweise mit Pflanzen überwuchertes Industriedenkmal Besuchern zugänglich. Neben der Zeche Zollern und der DASA Arbeitsweltausstellung ist sie einer von drei Ankerpunkten der Route Industriekultur in Dortmund.

Auf Karte anzeigen

1. Rieseltürme
Links vom Eingang
Heute sind von den Kühltürmen nur noch die Stahlskelette übrig, ursprünglich waren die Türme jedoch mit Holzverschalungen ummantelt.

2. und 3. in der Kompressorenhalle
Rechts vom Eingang
Die fünf dampfbetriebenen Hochdruckverdichter in der Kompressorenhalle dienten dazu das bereits teilgereinigte Kokereigas zu verdichten.

4. Filteranlage und Löschturm
Hinter der Kompressorenhalle
In der Filteranlage wurde das verdichtete Gas feingereinigt, bevor es ins Stadtnetz eingespeist und als Stadtgas verwendet werden konnte.
Im Hintergrund ist ein Löschturm zu sehen. Sobald Koks den Ofen glühend verlässt und mit Luft in Kontakt kommt, fängt es an zu brennen, und wurde daher schnell mit Wasser im hölzernen Löschturm gelöscht.

5. Industrienatur
Überall
Neben Industriekultur findet man hier auch Industrienatur. Nach und nach haben sich viele Pflanzen und Tiere auf dem Gelände angesiedelt. So steht die Bahnlinie z.B. heute in einem Birkenwäldchen, auf der Ofenbatterie blüht der Schmetterlingsflieder und in manchen der ehemaligen Industriebecken schwimmen sogar Goldfische.

6. Koksofenbatterie
Schwarze Seite
Zu Spitzenzeiten waren hier 314 Öfen in Betrieb, die über 5000 t Koks pro Tag produzierten. Die Anlage war rund um die Uhr in Betrieb – und das 365 Tage im Jahr.

Anfahrt
Haltestelle Parsevalstraße
U47
ca. 5 Minuten Fußweg zur Kokerei

Start/Ende
Eingangsbereich Kokerei Hansa

Reine Gehzeit (ohne Zeichnen)
ca. 10 Minuten

Weitere Informationen
Am Eingang sind ausführliche Informationen zur Kokerei verfügbar.
Eintritt derzeit (Sommer 2020) frei.
Es werden auch kostenpflichtige Führungen angeboten, bei denen man Zutritt zu weiteren Bereichen erhält.

Weitere Links
Kokerei Hansa
Route der Industriekultur